Tote bei Angriff auf UNO-Schutzzentrum im Südsudan

Bei einem Angriff auf ein UNO-Schutzzentrum für Zivilisten im Südsudan sind nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen (MSF) mindestens 18 Menschen getötet worden. Mindestens 25 Menschen hätten mit Schusswunden behandelt werden müssen, erklärte die Hilfsorganisation gestern. Laut Bewohnern griffen Bewaffnete das Camp im nordöstlichen Malakal, in dem etwa 47.500 Menschen leben, in der Nacht an.

Laut MSF waren unter den Toten auch zwei ihrer einheimischen Mitarbeiter, die in ihren Häusern angegriffen wurden. „Dieser Angriff auf Zivilisten ist empörend, und wir fordern die bewaffneten Gruppen auf, diese Taten zu stoppen“, sagte der örtliche MSF-Koordinator Marcus Bachmann. Die Menschen seien in das Lager auf der Suche nach Schutz gekommen, und es sollte von allen Parteien als Zufluchtsort respektiert werden.

Rund 600 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, hätten im MSF-Krankenhaus Schutz vor den Kämpfen gesucht. Zunächst war von sieben Toten und 40 Verletzten die Rede gewesen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, die Kämpfe zwischen den ethnischen Gruppen der Dinka und der Shilluk seien in der Nacht ausgebrochen und hätten den Tag über angedauert.