Taliban-Anschlag auf Mädchenschule in Pakistan

Islamistische Kämpfer haben eine neu errichtete Mädchengrundschule in der nordwestlichen Bergregion Süd-Waziristan in Pakistan bombardiert und schwer beschädigt. Nach Angaben von heute bekannte sich die Sajna-Gruppe, eine Splitterorganisation der radikalislamischen Taliban, zu der Tat vom Vorabend.

Sie warnte vor weiteren Anschlägen. Nach Angaben eines Sicherheitsbeamten entführten die Extremisten zudem 18 Arbeiter von der Schulbaustelle, ließen diese aber später wieder frei. Die Errichtung der Schule sei Teil eines Wiederaufbauprojektes nach Anschlägen in der Gegend gewesen.

Wiederholt Angriffe auf Bildungseinrichtungen

Die Taliban griffen in der Vergangenheit wiederholt Bildungseinrichtungen an. Erst im Jänner kamen 21 Menschen bei der Erstürmung einer Universität in der Stadt Charsadda ums Leben.

Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften im Mohmand-Distrikt wurden unterdessen nach Angaben des Militärs mindestens fünf Kämpfer getötet. Die Armee begann ihren Einsatz, nachdem Islamisten neun Sicherheitskräfte in der Region getötet hatten.