Serbische Diplomaten bei US-Luftangriff in Libyen getötet

Bei US-Luftangriffen in Libyen sind zwei dort im November entführte serbische Diplomaten getötet worden. „Leider haben wir gestern die Information bekommen, dass bei diesem Angriff mehrere ausländische Bürger und unter ihnen zwei Beamte unserer Botschaft getötet wurden“, sagte Serbiens Außenminister Ivica Dacic heute in Belgrad.

„Wir warten noch auf eine Bestätigung der libyschen Behörden, aber wir haben Fotografien erhalten, die klar darauf hinweisen, dass diese Information sehr wahrscheinlich richtig ist“, sagte der Minister weiter. Ein Fahrer der serbischen Botschaft in Libyen sowie eine Angestellte, die beide Diplomatenstatus hatten, waren im November entführt worden.

Angriff auf IS-Ausbildungslager

Die US-Luftschläge hätten einem mutmaßlichen Ausbildungslager der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Sabratha gegolten, sagte Dacic mit Bezug auf das US-Verteidigungsministerium weiter. Dabei seien mehr als 40 Menschen getötet worden, von denen der größte Teil aus Tunesien gestammt habe.

Die beiden serbischen Diplomaten seien seit Monaten von einer IS-Gruppe festgehalten worden, berichtete der serbische Geheimdienstchef Ivan Todorov.