Mehr als 37.000 Zika-Fälle in Kolumbien

In Kolumbien haben sich den Gesundheitsbehörden zufolge mehr als 37.000 Menschen mit dem Zika-Virus infiziert, darunter mehr als 6.300 schwangere Frauen. Das sei im Vergleich zur vorherigen Erhebung ein Anstieg um insgesamt fast 5.500 Fälle binnen einer Woche, gab das staatliche Gesundheitsinstitut INS bekannt.

Die rasche Verbreitung des vor allem von Stechmücken übertragenen Virus hat ganz Lateinamerika in einen Alarmzustand versetzt. Kolumbien hat - nach Brasilien - die meisten Zika-Fälle gemeldet. In Brasilien haben sich 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert.

600.000 Fälle heuer erwartet

Die Gesundheitsbehörden in Kolumbien rechnen mit mehr als 600.000 Fällen in diesem Jahr und erwarten mehr als 500 Fälle von Mikrozephalie bei Babys infolge der Virusinfektionen. Dabei werden Kinder mit ungewöhnlich kleinen Köpfen und zu kleinen Gehirnen geboren, was zu dauerhaften Behinderungen führen kann.

Das Virus führt bei etwa einem Fünftel der Infizierten zu grippeähnlichen Symptomen und ist normalerweise nicht tödlich. Schwangere können das Virus aber auf ihre ungeborenen Kinder übertragen, bei denen es zu Fehlbildungen führen kann.