Enges Rennen bei Demokraten-Vorwahl in Nevada

Im US-Bundessstaat Nevada zeichnet sich bei der Vorwahl um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten ein enges Rennen zwischen der Favoritin Hillary Clinton und ihrem Kontrahenten Bernie Sanders ab.

Nach einer Umfrage des Senders CNN auf der Grundlage von Wählerbefragungen kurz vor der Stimmabgabe lag Sanders mit 49 Prozent sogar knapp vorn, Clinton kam auf 47 Prozent, der Rest war vor Beginn des Caucus-Verfahrens noch unentschieden. Belastbare Ergebnisse werden nicht vor Mitternacht (MEZ) erwartet.

Abstimmung mit den Beinen

Beim Caucus der Demokraten wird offen abgestimmt, die Wähler müssen sich gemeinsam in einem Raum einfinden und dann ihre Präferenz für einen der Kandidaten bekunden, indem sie sich in einen bestimmten Teil des Raumes begeben. Vor den Wahllokalen hatten sich am Mittag (Ortszeit) lange Schlangen gebildet, es zeichnete sich eine hohe Beteiligung ab. Viele Versammlungen begannen verzögert.

Im bisherigen Vorwahlrennen der Demokraten hat die frühere Außenministerin und First Lady Hillary Clinton bisher überraschend schwach abgeschnitten. Ihrem Widersacher Bernie Sanders waren zunächst kaum Chancen eingeräumt worden. Allerdings lieferte er Clinton in Iowa bei der ersten Vorwahl fast ein Kopf-an-Kopf-Rennen und unterlag nur knapp. New Hampshire gewann er sogar mit großem Vorsprung.