Dutzende Tote bei Anschlag im Süden von Damaskus

Im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus ist es laut Berichten mehrerer Medien und übereinstimmenden Angaben von Aktivisten zu einem vierfachen Bombenanschlag gekommen, bei dem mindestens 22 Menschen getötet worden sein dürften. Das staatliche TV sprach von 50 Toten. Als Urheber der Tat im Stadtteil Sajjida Seinab wird die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vermutet.

Die Sajjida-Seinab-Moschee beherbergt das Grab einer Enkelin des Propheten Mohammed und ist eine wichtige Pilgerstätte schiitischer Muslime. In dem Viertel hatten Selbstmordattentäter zuletzt im Jänner mehr als 70 Menschen getötet.

Doppelanschlag auch in Homs

Bei einem Doppelanschlag mit Autobomben wurden heute auch in der zentralsyrischen Stadt Homs nach Angaben von Aktivisten bis zu 50 Menschen getötet.

Mindestens 46 Personen seien tot, Dutzende weitere verletzt worden, teilte die in Großbritannien ansässige oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Bei den meisten Opfern handle es sich allem Anschein nach um Zivilisten. Die Opferzahl könne angesichts zahlreicher Schwerverletzter noch steigen.

Zerstörte Autos in Homs

APA/AFP

Häufig Anschläge in Stadt

Der Gouverneur der Provinz Homs, Talal Barasi, berichteten von mindestens 17 Toten und 29 Verletzten. Ähnliche Angaben machten staatsnahe Medien. Die einstige Rebellenhochburg Homs wird großteils von syrischen Regierungstruppen kontrolliert. In der Stadt gibt es häufig Anschläge.

Im Jänner wurden bei einem Doppelanschlag, zu dem sich der IS bekannte, mehr als 20 Menschen getötet. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind unabhängig kaum überprüfbar.