Michigan-Todesschütze wegen Mordes angeklagt

Ein für den Fahrdienst Uber tätiger Mann, der im US-Bundesstaat Michigan offenbar wahllos sechs Menschen erschoss, ist wegen Mordes angeklagt worden. Ein Richter verlas die Vorwürfe gestern bei einer Anhörung, der mutmaßliche Schütze war per Videoleitung aus dem Gefängnis zugeschaltet.

Der 45-jährige Jason Brian D. steht unter Verdacht, in der 76.000-Einwohner-Stadt Kalamazoo rund 190 Kilometer westlich von Detroit am Samstag an drei verschiedenen Orten auf Passanten geschossen zu haben - nahe einem Restaurant, vor einer Autohandlung und vor einem Wohnkomplex. Sechs Menschen wurden tödlich getroffen, eine Frau und eine Jugendliche wurden schwer verletzt.

Bei der Anhörung sagte der Tatverdächtige kein Wort. Neben sechsfachem Mord wird ihm auch zweifacher versuchter Mord sowie illegaler Schusswaffengebrauch in acht Fällen vorgeworfen. Ein nächster Gerichtstermin wurde für den 10. März angesetzt. Bei einer Verurteilung droht dem Mann eine lebenslange Haftstrafe.

Von Uber überprüft

Uber bestätigte, dass der mutmaßliche Täter für den Dienst unterwegs gewesen sei, bei dem Kunden über ihr Smartphone eine Mitfahrgelegenheit bestellen können. Demnach wurde der Mann von der Firma überprüft, dabei habe es keine Hinweise auf eine kriminelle Vergangenheit gegeben. Uber habe sich an die Polizei gewandt, um bei den Ermittlungen zu „helfen, wo wir nur können“, erklärte Sicherheitschef Joe Sullivan.