Gewinneinbruch: Rohstoffkonzern BHP kürzt Dividende

Der britisch-australische Rohstoffriese BHP Billiton kappt nach einem desaströsen Halbjahr die Dividende - zum ersten Mal seit seiner Entstehung vor 15 Jahren. Die Ausschüttung schrumpfe von 62 US-Cent je Aktie im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 16 Cent, teilte das 2001 aus der Fusion von BHP und Billiton hervorgegangene Unternehmen gestern mit.

Analysten hatten zwar vor dem Hintergrund des Verfalls der Rohstoffpreise mit einer deutlichen Senkung der Dividende gerechnet. Allerdings hatten ihre Erwartungen mit 31 Cent fast doppelt so hoch gelegen.

Auch die Gewinnentwicklung ist eine Enttäuschung: Dieser brach um 92 Prozent auf 412 Millionen Dollar (370 Mio. Euro) zusammen. Experten hatten mit 727 Millionen ebenfalls deutlich mehr erwartet. Unter dem Strich fuhr das Unternehmen einen Verlust von 5,7 Milliarden Dollar ein. Der Umsatz lag bei 15,7 Milliarden Dollar.