Trump gewinnt Vorwahl in Nevada

Der Geschäftsmann Donald Trump hat laut Hochrechnungen von Fernsehsendern die Vorwahl der US-Republikaner im Bundesstaat Nevada mit deutlichem Vorsprung gewonnen.

Die Sender CNN und Fox News erklärten Trump mit 42 Prozent der Stimmen nach Ende der Wahlversammlungen (Caucuses) in dem westlichen Bundesstaat gestern Abend (Ortszeit) zum Sieger. Für den rechtspopulistischen Immobilienmagnaten ist es der dritte Sieg nach den Erfolgen in New Hampshire und South Carolina.

An dem Caucus-Verfahren beteiligen sich nur registrierte Parteimitglieder. Es gilt daher als weniger aussagekräftig als die für alle Wähler zugänglichen Primary-Wahlen. Nevada ist bezüglich der Zahl der zu vergebenden Delegierten für den Nominierungsparteitag im Juli von untergeordneter Bedeutung. Es ist die letzte Vorwahl der Republikaner vor dem richtungsweisenden „Super Tuesday“ am 1. März.

Cruz und Rubio abgeschlagen

Trumps Hauptkonkurrenten, die Senatoren Ted Cruz und Marco Rubio, waren den Angaben zufolge in Nevada deutlich abgeschlagen. Die Vorwahl wurde nach dem Caucus-Prinzip abgehalten. Dabei hing viel davon ab, wie stark die Bewerber ihre Anhänger für die Teilnahme an den Wahlversammlungen mobilisieren konnten.

Das Bewerberfeld der Republikaner schrumpfte in den vergangenen Wochen deutlich. Zuletzt zog sich der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, nach seinem schwachen Abschneiden in South Carolina am Wochenende zurück.

Bei den Demokraten gilt Ex-Außenministerin Hillary Clinton als Favoritin, ihr Rivale Bernie Sanders setzt sie aber von links unter Druck. Die nächste Demokraten-Vorwahl findet am Samstag in South Carolina statt.