Erster Kongressabgeordneter für Trump

Erstmals hat sich ein US-Kongressabgeordneter für die Wahl des Milliardärs Donald Trump zum Präsidenten ausgesprochen. „Die Zeit ist gekommen, um ‚Nein‘ zu Berufspolitikern zu sagen und ‚Ja‘ zu jemandem, der Jobs geschaffen und ein Unternehmen zum Laufen gebracht hat“, erklärte gestern der Republikaner Chris Collins, der Wähler aus Trumps Heimatstaat New York im Repräsentantenhaus vertritt.

Rückendeckung von Ehefrau

Auch von seiner Ehefrau Melania bekommt Trump Rückendeckung. Sie verteidigte ihren Mann gegen Kritik an seinen teilweise fremdenfeindlichen Äußerungen. „Ich habe nicht das Gefühl, dass er Mexikaner beleidigt hat“, sagte Melania Trump, ein aus Slowenien stammendes früheres Model und Trumps dritte Frau, in einem Interview mit dem US-Fernsehsender MSNBC. Ihr Mann habe nur über „illegale Einwanderer“ gesprochen und nicht alle Mexikaner gemeint.

Der Geschäftsmann hatte im Sommer Mexikaner pauschal als Vergewaltiger bezeichnet. Eines der zentralen Wahlversprechen des populistischen Milliardärs ist der Bau einer Mauer an der Südgrenze der USA. Für Empörung sorgte Trump auch mit der Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime.

„Gewinnen, gewinnen, gewinnen“

Geht es nach Trump, sind die kommenden Vorwahlen bis zur Kür des republikanischen Präsidentschaftskandidaten für ihn ohnehin nur noch ein Spaziergang: Man werde „gewinnen, gewinnen, gewinnen“. Es sei an der Zeit, nach den gesamten USA „die Finger auszustrecken“, so Trump vor jubelnden Anhängern nach seinem Vorwahlsieg im US-Bundesstaat Nevada.

Tatsächlich kann Trump jetzt, eine Woche vor dem entscheidenden „Super Tuesday“, Siege in allen Landesteilen der USA vorweisen. Gerade die trotzigen Kommentare der letzten beiden Herausforderer sprechen Bände darüber, dass Trump nicht so falsch liegen könnte.

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