Frühzeitiger Chefwechsel bei Bayer

Bayer-Chef Marijn Dekkers verabschiedet sich mit einem Rekordergebnis vom deutschen Pharma- und Chemiekonzern. Dank einem starken Arzneimittelgeschäft verdiente das Unternehmen im Jahr des Konzernumbaus operativ so viel wie nie zuvor.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt“, sagte Dekkers, der Ende April frühzeitig seinen Posten abgibt, heute.

Der Betriebsgewinn (EBITDA) vor Sondereinflüssen erhöhte sich 2015 um gut 18 Prozent auf 10,26 Mrd. Euro. Für das laufende Jahr stellte der Konzernchef weitere Zuwächse in Aussicht. Den Anlegern reichte das aber nicht: Bayer-Aktien waren mit einem Minus von mehr als zwei Prozent größter DAX-Verlierer. Analysten hatten Bayer vor allem im Schlussquartal mehr zugetraut. Zudem schwächelt das Agrarchemiegeschäft.

Die Nachfolge des 58-jährigen Niederländers tritt im Mai Bayer-Strategiechef Werner Baumann an. Dekkers, der mehr als fünf Jahre an der Spitze von Bayer stand, soll neuer Aufsichtsratschef beim britisch-niederländischen Konsumgüterriesen Unilever werden.