Taskforce: Positiver Beginn der Syrien-Feuerpause

Die internationale Taskforce zur Überwachung der Waffenruhe im Bürgerkriegsland Syrien hat eine positive Zwischenbilanz gezogen. „Die Vereinten Nationen, die USA und Russland haben eine positive Beurteilung der ersten Stunden der Einstellung der Feindseligkeiten vorgenommen“, sagte ein westlicher Diplomat nach einem Treffen der Internationalen Syrien-Unterstützergruppe gestern in Genf.

Perspektiven erörtert

Die USA und Russland haben gemeinsam den Vorsitz der Taskforce. Zuvor hatte bereits das Außenministerium in Moskau mitgeteilt, dass sich die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und John Kerry, in einem Telefonat erfreut über das Inkrafttreten der Waffenruhe geäußert hätten. Sie erörterten demnach auch „die Perspektiven für die Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses für Frieden zwischen den Syrern im Rahmen der internationalen Syrien-Unterstützergruppe“.

Die zweiwöchige Waffenruhe war am Freitagabend um 23.00 Uhr MEZ in Kraft getreten. Davon ausgenommen sind Dschihadistengruppen wie der „Islamische Staat“ (IS), die Al-Kaida-nahe Al-Nusra-Front und mit ihr verbündete islamistische Milizen. In Gebieten, in denen Dschihadisten präsent sind, gingen die Kämpfe daher weiter. Ansonsten wurde die Waffenruhe gestern weitgehend eingehalten.

„Zwischenfälle entschärft“

Laut UNO habe es „ein paar Zwischenfälle“ gegeben, die aber „entschärft“ worden seien, sagte der westliche Diplomat. Allerdings müsste noch abgewartet werden, um eine vollständige erste Beurteilung abzugeben.

Wenn die Waffenruhe eingehalten wird und außerdem weitere Hilfslieferungen in Syrien zugelassen werden, können laut dem UNO-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, am 7. März die Friedensverhandlungen für das Bürgerkriegsland fortgesetzt werden. Die jüngsten Friedensgespräche in Genf waren Anfang Februar ausgesetzt worden.

In dem seit fast fünf Jahren andauernden Bürgerkrieg in Syrien wurden nach UNO-Angaben bereits 270.000 Menschen getötet. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung floh vor den Kämpfen.