36 Tote bei Explosionen in russischem Bergwerk

Bei einem schweren Minenunglück in Russland sind insgesamt 36 Menschen ums Leben gekommen. Die Betreiberfirma erklärte gestern 26 Arbeiter für tot, die nach einer Methangasexplosion in der Sewernaja-Mine in der Arktis am Donnerstag vermisst worden waren.

Zuvor waren bereits vier Kumpel für tot erklärt worden. Gestern starben bei einer weiteren Explosion in dem Bergwerk fünf Rettungskräfte und ein Arbeiter.

„Keine Überlebenschance“

„Laut dem technischen Expertenrat hatten die 26 Menschen unter Tage keine Überlebenschance“, schrieb die Sprecherin der Betreiberfirma Vorkutaugol, Tatjana Buschkowa, in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP. „Der Rettungseinsatz wurde beendet.“

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Das Unglück in der Arktis ereignete sich am Donnerstag. (iptv.ORF.at)

Bei der Explosion am Donnerstag hatten sich 110 Menschen in 748 Meter Tiefe unter Tage befunden. 80 Menschen überlebten das Unglück. Drei Tage später ereignete sich dann inmitten des Rettungseinsatzes eine weitere Methangasexplosion. Dabei kamen fünf Rettungskräfte und ein Arbeiter ums Leben, wie ein Sprecher des örtlichen Katastrophenschutzministeriums sagte.

Den Angaben zufolge hielten sich während der zweiten Explosion 77 Menschen zu einem Rettungseinsatz unter Tage auf. 71 Menschen seien lebend geborgen worden, elf von ihnen seien verletzt.