Ex-FC-Bayern-Präsident Hoeneß aus Haft entlassen

Der ehemalige Präsident des deutschen Fußballclubs FC Bayern, Uli Hoeneß, ist heute Früh vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Die restliche Strafe für den wegen Steuerhinterziehung verurteilten Hoeneß wurde zur Bewährung ausgesetzt. Er war 21 Monate in Haft, davon die längste Zeit als Freigänger.

Hoeneß war am 13. März 2014 wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro vom Münchner Landgericht zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Am 2. Juni 2014 trat er seine Strafe im Gefängnis von Landsberg am Lech an. Bereits Anfang 2015 wurde er Freigänger.

Seitdem arbeitete er tagsüber in der Jugendabteilung des FC Bayern, dessen Präsident er bis zu seiner Verurteilung war. Die meisten Wochenenden verbrachte er in seinem Haus in Bad Wiessee am Tegernsee, weil ihm Urlaub zustand.

Drei Jahre Bewährungszeit

Hoeneß kommt jetzt aufgrund der Halbstrafenregelung bereits nach 21 Monaten Gefängnis frei. Üblicherweise werden Haftstrafen erst nach zwei Dritteln zur Bewährung ausgesetzt. Paragraf 57 des Strafgesetzbuches ermöglicht aber in Ausnahmefällen auch die Aussetzung der Strafe nach der Hälfte der Zeit. Die Bewährungszeit wurde im Fall von Hoeneß auf drei Jahre festgelegt. Er darf sich in dieser Zeit nichts zuschulden kommen lassen.