Nordkorea kündigt Boykott von UNO-Menschenrechtsrat an

Nordkorea will Sitzungen des UNO-Menschenrechtsrats boykottieren, wenn dort die Lage in dem abgeschotteten kommunistischen Land auf der Tagesordnung steht. Bei den im Gremium beschlossenen Resolutionen handle es sich um „politische Attacken“, sagte Außenminister Ri Su Yong heute in Genf in einer Rede vor dem Gremium.

Zudem warf er den USA, Südkorea und Japan vor, Agenten nach Nordkorea zu schicken. Diese würden dort Kriminelle anwerben, die dann als Überläufer dem Land den Rücken kehrten.

Schärfere Sanktionen geplant

Die Führung in Pjöngjang steht bei den Vereinten Nationen nicht nur wegen Verletzung der Menschenrechte, sondern auch wegen der Atomtests in der Kritik. Der UNO-Sicherheitsrat soll nach US-Angaben noch heute über schärfere Sanktionen gegen Nordkorea abstimmen.

Der mit China ausgearbeitete Entwurf für die Strafmaßnahmen sieht unter anderem für alle UNO-Mitgliedsstaaten verpflichtende Inspektionen sämtlicher Frachtlieferungen von oder nach Nordkorea vor. Zudem sind ein vollständiges Embargo für konventionelle Waffen sowie eine Ausweitung von Finanzsanktionen geplant.