Breivik-Prozess teils hinter verschlossenen Türen

Teile des Prozesses um die Menschenrechtsklage des Massenmörders Anders Behring Breivik gegen den norwegischen Staat spielen sich ab Mitte März unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab.

Das gelte für Begehungen in den Gefängnissen Ila und Skien und für einige besonders sensible Aussagen von drei Gefängnismitarbeitern, wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB heute berichtete.

Prozess in Sporthalle des Gefängnisses

Aus Sicherheitsgründen findet der Prozess gegen Breivik in der Sporthalle des Gefängnisses in Skien etwa zwei Stunden Autofahrt südlich von Oslo statt, wo der Norweger inhaftiert ist. Breivik hatte im Juli 2011 bei zwei Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utöya 77 Menschen getötet.

Dafür war er im Jahr darauf zu 21 Jahren Haft verurteilt worden. Weil er keinen Umgang mit anderen Häftlingen und so gut wie keinen Kontakt zur Außenwelt hat, hält er seine Haftbedingungen für unzumutbar. Für seine Klage gegen den Staat sind ab dem 15. März vier Verhandlungstage eingeplant.