Nordkorea schoss nach UNO-Sanktionen ins Meer

Kurz nach der drastischen Verschärfung der UNO-Sanktionen gegen Nordkorea hat das Land nach südkoreanischen Angaben mehrere Kurzstreckengeschoße ins Meer abgeschossen. Nordkorea habe ins Meer vor seiner Ostküste geschossen, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums heute.

Südkorea sprach zunächst von Kurzstreckenraketen, die vom kommunistischen Norden ins Japanische Meer abgefeuert worden seien. Später sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, die genaue Art der Geschoße - Raketen oder Artilleriegeschoße - werde noch geprüft. Er fügte hinzu: „Die südkoreanische Armee beobachtet jegliche weiteren Schritte des Nordens.“

Verschärfte Sanktionen

Nordkorea hatte am 6. Jänner seinen vierten Atomwaffentest seit 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekanntgegeben. Beides verstieß gegen mehrere UNO-Resolutionen. Darauf reagierte der UNO-Sicherheitsrat gestern mit neuen Strafmaßnahmen.

Die von den USA eingebrachte Resolution wurde gestern einstimmig verabschiedet. Die Zustimmung Chinas gilt als Indiz, dass selbst Peking Pjöngjangs aggressiven Kurs nicht länger duldet. Die Resolution sieht unter anderem Inspektionen aller Warenlieferungen sowie umfassende Exportbeschränkungen vor.

Mehr dazu in Einstimmiger Beschluss im Sicherheitsrat