Massive DDOS-Attacke: A1 wurde Opfer von Erpressern

A1 (Telekom Austria) wurde am 1. Februar das Opfer massiver DDOS-Attacken. Mit dem massenhaften Versenden von Datenpaketen aus mehreren Herkunftsländern sollte das System lahmgelegt werden, teilte A1 heute mit.

Das Motiv der Cyberattacken war laut A1 Geld: In einem Erpresserschreiben wurden zunächst 100.000 Euro in Bitcoins verlangt, die Forderungen wurden in den folgenden Stunden um das Mehrfache erhöht. Erst als die Erpresser erkannten, dass die Techniker imstande waren, den Angriff abzuwehren, gaben sie laut Angaben ihr Unterfangen auf.

Angriffe aus mehreren Ländern

Das Datum des Angriffs war laut Telekom-Austria-Technikvorstand Marcus Grausam nicht zufällig gewählt: Es war der erste Tag der Semesterferien, sodass die Täter davon ausgehen konnten, dass ein Teil der Techniker auf dem Weg in den Urlaub und damit nicht verfügbar war.

Grausams Angaben zufolge waren weitere Unternehmen in Europa von Hackerangriffen betroffen, unter anderem Google. Die Suche nach den Hinterleuten der Attacken ist schwierig, da die Angriffe aus mehreren Ländern kamen, unter anderem Osteuropa und China. Die Ermittlungen der heimischen Behörden laufen, bisher wurde ein Rechtshilfeersuchen an Deutschland gestellt.

Thema bei Symposium zum Schutz kritischer Infrastruktur

Die Attacke war heute eines der Themen eines Symposiums zum Schutz kritischer Infrastruktur im Innenministerium. Die Regierung plant derzeit ein neues Gesetz zum Thema IT-Sicherheit. Bis dahin soll an einer stärkeren Vernetzung der Unternehmen sowie der Politik gearbeitet werden.