Fischer traf in Bogota Kolumbiens Präsident Santos

Mit Maschinengewehren und Stahlhelmen bewehrte Soldaten an fast jeder Ecke: Gut gerüstet präsentierte sich Bogota Bundespräsident Heinz Fischer gestern bei seinem Besuch bei Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos. Die Sicherheit ist ein großes Manko des südamerikanischen Landes. Der geplante Friedensschluss mit marxistischen Rebellen soll aber eine neue Epoche einleiten.

Der Mitte-rechts-Präsident von der Partido Social de Unidad Nacional (Soziale Partei der Nationalen Einheit) bemüht sich seit seinem Amtsantritt 2010 um einen Frieden mit den FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia / Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens). Der Prozess komme gut voran, erklärte Santos im APA-Interview.

Friedensgespräche in Endphase

Derzeit würden bei den Friedensgesprächen noch die letzten offenen Punkte behandelt, „welche die Entwaffnung, die Reintegration der FARC-Mitglieder in die Zivilgesellschaft oder die Implementierung all dessen betrifft, worüber Vereinbarungen getroffen wurden“. Er halte die Hoffnung aufrecht, dass ein Ende des Konflikts in ein paar Wochen verkündet werden kann.

Fischer sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Santos, er halte Kolumbien dafür die Daumen. Es handle sich um eine Riesenaufgabe. Es imponiere ihm, mit welcher Energie und Geradlinigkeit Santos den Weg zum Frieden verfolge. „Es ist leichter, Konflikte auszulösen als zu lösen.“