„Vatileaks“-Prozess wird fortgesetzt

Der Prozess gegen fünf Personen wegen unerlaubter Veröffentlichung vertraulicher Dokumente über finanzielle Missstände im Vatikan, der im Dezember vertagt worden ist, wird am Samstag hinter geschlossenen Türen fortgesetzt. Das wurde gestern aus dem Vatikan bekannt.

Die Richterinnen werden bei der Verhandlung entscheiden, welche Informationen, die von Experten bei der Prüfung von PCs und Smartphones der Angeklagten gesammelt wurden, im Rahmen des Prozesses verwendet werden können. Am 14. und 15. März werden die Angeklagten vernommen.

Bis zu acht Jahre Haft möglich

Angeklagt sind im Prozess der vatikanische Geistliche Lucio Angel Vallejo Balda, der sich seit Dezember in einem Kloster im Vatikan unter Hausarrest befindet, sowie sein Mitarbeiter Nicola Maio, die PR-Beraterin Francesca Chaouqui und die zwei italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi und Emiliano Fittipaldi.

Beide veröffentlichten jüngst Enthüllungsbücher über die vatikanischen Finanzen. Den Angeklagten drohen bis zu acht Jahre Haft. Die Journalisten sollen die Geheimdokumente von Chaouqui und Vallejo Balda bekommen haben, die zusammen mit Maio früher für eine von Papst Franziskus eingerichtete Wirtschaftsprüfungskommission arbeiteten.