Mehr Beschuldigte in VW-Skandal

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig in Deutschland hat ihre Ermittlungen zum VW-Abgasskandal stark ausgeweitet. Die Zahl der Beschuldigten habe sich von sechs auf 17 erhöht, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe heute gegenüber der dpa. Zuvor hatten bereits Zeitungen der Funke-Mediengruppe über die Zahl berichtet.

Unter den Personen befinde sich aber nach wie vor kein Vorstandsmitglied, so Ziehe. Bei den Beschuldigten, die „alle aus dem Umfeld des VW-Konzerns im weitesten Sinne stammten“, gehe es weiterhin um den Verdacht des Betrugs und mögliche Verstöße gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb.

Exakt fünf Monate nach der schlagzeilenträchtigen Razzia bei VW werde das Bild der Ermittler zu den Hintergründen für die Manipulationen von Dieselfahrzeugen immer besser, sagte Ziehe. Nach wie vor laufe die Zeuginnenbefragung und Auswertung der konfiszierten Akten.