EU-Schutz für Grüne Soße und spanischen Weihnachtskuchen

Zwölf Jahre lang haben Frankfurter Kräuterbauern gekämpft, jetzt dürfen sie feiern: Die EU-Kommission hat die hessische Spezialität Grüne Soße (im Dialekt Grie Soß genannt) ins Register der geschützten geografischen Angaben eingetragen. Damit dürfen nur noch bestimmte Kräutermischungen den Namen tragen.

Der Eintragung zufolge muss die Sauce aus den klassischen sieben Kräutern ohne Dill oder andere Varianten zusammengesetzt werden, wobei jede Kräuterart maximal 30 Prozent der Gesamtmenge betragen darf. Mindestens 70 Prozent der Kräuter müssen aus der Frankfurter Region kommen und dort mit der Hand verarbeitet worden sein.

Herkunftsstreit über Schmalzgebäck

Ebenfalls im gleichen Verfahren wurden in dieser Woche auch die spanischen Polvorones de Estepa geschützt – dabei handelt es sich um ein Schmalzgebäck aus der Gegend um Sevilla. Die Bäckereilobbyisten aus Estepa bei Sevilla haben damit auch einen jahrhundertelangen Streit mit der Stadt Antequera bei Malaga gewonnen, denn auch dort sah man sich als der Erfinder der beliebten Weihnachtsbäckerei.

Aus Österreich sind derzeit bereits Produkte wie Gailtaler und Tiroler Speck, steirisches Kürbiskernöl und Mostviertler Birnmost im Register eingetragen. (sofe, ORF.at)