Touristen ermordet: Ecuadors Regierung unter Beschuss

Nach dem Mord an zwei Argentinierinnen in Ecuador haben Vorwürfe eines ecuadorianischen Regierungsmitglieds, die Frauen seien zu leichtsinnig gewesen, für Empörung gesorgt.

Die Staatssekretärin für Tourismus, Cristina Rivadeneira, hatte der dpa gesagt: „Das musste ihnen früher oder später passieren.“ Die Frauen seien getrampt - ihre Leichen waren an einem Strand in Montanita an der Pazifikküste gefunden worden.

Ministerium geht auf Distanz

Ein Schwager eines der Opfer kritisierte die Anschuldigungen in der Zeitung „La Nacion“: „Sie wollten nicht trampen, sondern mit dem Bus von Guayaquil nach Lima reisen“, wurde er zitiert. Es sei die Aufgabe der Regierung, für die Sicherheit von Touristen in Ecuador zu sorgen.

Das Tourismusministerium in Quito distanzierte sich von den Aussagen Rivadeneiras. Zwei mutmaßliche Täter wurden Ende Februar festgenommen. Die 22 und 21 Jahre alten Frauen sollen in einer Wohnung nahe dem Strand ermordet worden sein. Sie waren zunächst rund eine Woche vermisst worden.