Finnisches Parlament muss über Euro-Austritt debattieren

Eine Petition mit mehr als 50.000 Unterzeichnern zwingt das finnische Parlament zu einer Debatte über einen Austritt des Landes aus der Euro-Zone. Die kritische Marke wurde heute erreicht, einen Termin für die Parlamentsdebatte gibt es allerdings noch nicht. Konkret soll es in der geforderten Sitzung um ein Referendum über das Ausscheiden aus der Gemeinschaftswährung gehen.

Die Petition wurde von Paavo Väyrynen, einem langjährigen Minister in früheren finnischen Regierungen, ins Leben gerufen. Der 69-Jährige und seine Mitstreiter werden allerdings von keiner der im Parlament vertretenen Parteien unterstützt. Dass das finanziell angeschlagene Finnland den von der Presse als „Fixit“ bezeichneten Schritt wagen könnte, gilt daher als unwahrscheinlich.

Väyrynen sagte vor Journalisten, es gebe „in der Bevölkerung eine breite Unterstützung für das Ausscheiden Finnlands aus der Euro-Zone“. Einer Umfrage vom Dezember zufolge sind 31 Prozent der Finnen dafür - nach 20 Prozent vier Jahre zuvor. In Finnland erhalten Europaskeptiker vor allem wegen der Wirtschaftskrise Zulauf. Nach drei Rezessionsjahren wuchs die Wirtschaft im vergangenen Jahr um nur 0,4 Prozent.