800 Flüchtlinge verließen Lager in Idomeni

Rund 800 Flüchtlinge haben wegen der schlechten Bedingungen das Aufnahmelager im griechischen Idomeni an der Grenze zu Mazedonien verlassen. Etwa 600 Menschen, unter ihnen viele Familen, hatten bereits gestern ihre Sachen gepackt. „In der Nacht reisten etwa 200 Menschen ab“, berichteten heute Reporter von dort. Dennoch harrten noch immer mehr als 12.500 Menschen in Idomeni aus.

Die Flüchtlinge sitzen fest, weil die Balkan-Route in Richtung Westeuropa geschlossen ist und nur noch Personen mit gültigen Reisedokumenten und Visa passieren dürfen. Die Regierung in Athen plant vorerst nicht, das Aufnahmelager gewaltsam zu räumen. Stattdessen wurden die Flüchtlinge in ihrer Landessprachen über die Schließung der Balkan-Route informiert.

Erneut Flüchtlinge in Piräus angekommen

Die Flüchtlingsbewegung in der Ostägäis hält unterdessen an. Heute kamen rund 900 Menschen von den Inseln Lesbos und Chios in der Hafenstadt Piräus an, eine weitere Fähre mit 200 Menschen an Bord wird erwartet.

Unterdessen setzt die NATO ihre Mission in der Ostägäis fort. Das Flaggschiff der NATO-Flotille, der deutsche Truppenversorger „Bonn“, befand sich in der Meerenge zwischen der griechischen Insel Lesbos und der türkischen Küste vor der kleinen Hafenstadt Dikili.

Im März schon mehr als 13.000 Ankünfte

Ungeachtet dessen setzen täglich Hunderte - und an manchen Tagen auch Tausende - Asylsuchende mit Schlauchbooten von der Türkei nach Griechenland über. Allein am Mittwoch waren es nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) 3.340 Menschen.

Insgesamt kamen nach Angaben des UNHCR in den ersten neun März-Tagen 13.661 Menschen aus der Türkei nach Griechenland. Zum Vergleich: Im gesamten März 2015 waren es 7.874.