UNO: Welt immer noch schlecht auf Epidemien vorbereitet

Rund zwei Jahre nach dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika mit mehr als 11.000 Toten sieht der frühere UNO-Sonderbeauftragte David Nabarro die internationale Gemeinschaft immer noch nicht gut auf kommende Epidemien vorbereitet. „Wir wissen, dass wenn die großen Ausbrüche kommen, dass wir dann weder die Arbeitskräfte noch das Geld haben, um damit umzugehen“, sagte Nabarro.

Die derzeitige Verbreitung des Zika-Virus sei ebenfalls „sehr besorgniserregend“, betonte Nabarro, der inzwischen als Sonderbeauftragter für die Zukunftsziele der UNO arbeitet, in der Nacht auf heute bei einer Veranstaltung des TV-Senders HBO in New York.

„Das hätte nicht passieren dürfen“

„Wir müssen noch so viel mehr machen. Die Regierungen müssen mehr in die Gesundheitssysteme investieren, die Welt muss in bessere Gesundheitsstrukturen investieren - und wir alle müssen das ernster nehmen.“

Die Bilder von seiner Arbeit in Westafrika während der Ebola-Epidemie ließen ihn immer noch nicht los, sagte Nabarro. „Ich habe sie immer noch vor Augen, sie gehen nicht weg. Das hätte nicht passieren dürfen, es hätte möglich sein sollen, den Ausbruch der Krankheit zu verhindern.“