Honduras meldet ersten mutmaßlichen Zika-Todesfall

Das in Lateinamerika grassierende Zika-Virus hat in Honduras nach Behördenangaben vermutlich ein erstes Todesopfer gefordert. Wie das Gesundheitsministerium gestern mitteilte, starb ein Mensch am Guillain-Barre-Syndrom, einer mit hoher Wahrscheinlichkeit von dem Virus ausgelösten schweren Nervenkrankheit.

Ob es sich bei dem Todesopfer um eine Frau oder einen Mann handelte, wurde nicht mitgeteilt. Das Syndrom sei in Honduras inzwischen bei insgesamt 57 Menschen diagnostiziert worden. Das unter anderem von der Gelbfiebermücke übertragene Zika-Virus grassiert derzeit vor allem in mehreren Staaten Lateinamerikas. Besonders betroffen ist Brasilien - die Zahl der Zika-Infektionen wird dort auf 1,5 Millionen geschätzt.

Zika soll bei einer Infektion von Schwangeren bei deren ungeborenen Kindern Mikrozephalie, einen abnorm kleinen Kopf und damit zusammenhängende neurologische Schäden, auslösen.