Beratungen über Verstöße gegen Waffenruhe in Syrien

Zwei Tage vor den neuen Syrien-Friedensgesprächen wollen Vertreter der USA und Russlands über Verstöße gegen die Waffenruhe beraten. Heute seien Treffen in Genf und in der jordanischen Hauptstadt Amman geplant, sagte US-Außenminister John Kerry.

Dabei soll es vorwiegend um Beschwerden der syrischen Opposition gehen. Die unter anderem zwischen den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe in Syrien gilt seit Ende Februar und hat trotz etlicher Verstöße weitgehend gehalten.

Kerry: Gewalt um 80 bis 90 Prozent reduziert

Kerry bekräftigte erneut, an den Friedensgesprächen festzuhalten. Diese könnten trotz der gemeldeten Verstöße stattfinden, sagte Kerry nach einem Frühstück mit seinem saudi-arabischen Kollegen Adel al-Dschubir laut einem US-Reporter.

Laut Kerry hat die seit gut zwei Wochen gültige Feuerpause dazu geführt, dass die Gewalt in Syrien um 80 bis 90 Prozent reduziert wurde.

Oppositionsbündnis bestätigt Teilnahme

Am Vortag hatte das wichtigste syrische Oppositionsbündnis nach längerem Zögern seine Teilnahme an den Friedensgesprächen in Genf zugesagt. Das Treffen fällt auf den fünften Jahrestag des Beginns des Syrien-Konflikts.

Nach Angaben des UNO-Sonderbeauftragten Staffan de Mistura sollen diesmal Wahlen innerhalb von 18 Monaten und eine neue Verfassung im Mittelpunkt stehen. Die Opposition will sich auf die Einsetzung einer Art Übergangsregierung konzentrieren und auf die territoriale Integrität Syriens drängen.