Mindestens sechs Tote bei Lawinenabgang in Südtirol

Mindestens sechs Skifahrer sind heute in einer Lawine im Südtiroler Ahrntal ums Leben gekommen. Nach weiteren Vermissten wird noch gesucht. Einige Skifahrer konnten sich selbst aus den Schneemassen befreien, berichteten italienische Medien.

Eine Österreicherin wurde verletzt ins Krankenhaus von Bruneck eingeliefert. Ihr Zustand sei nicht besorgniserregend, berichteten die Rettungseinheiten. Sie konnte sich wie eine weitere, offenbar unverletzte Österreicherin selbst aus den Schneemassen befreien.

Einheiten der Bergrettung und der Feuerwehr sind mit Hunden im Einsatz. Die Wetterlage hat sich mittlerweile allerdings verschlechtert, was die Arbeit der Rettungsmannschaften erschwert. Es herrscht schlechte Sicht, der Einsatz der Hubschrauber ist problematisch.

Lawinengefahr gestiegen

Die Lawine ist groß: Laut der Rettungsmannschaften beträgt die Länge rund 300 Meter und die Breite etwa 150 Meter. Sie erfasste die Tourengeher am Schneebiger Nock, mit 3.358 Meter Seehöhe nach dem Hochgall der zweithöchste Berg der Rieserfernergruppe, einem Gebirge im westlichen Teil der Hohen Tauern, ist. Die Skifahrer wollten die Bergspitze erreichen, als sie von der Lawine erfasst wurden.

Die Experten des Lawinenwarndienstes des Landes hatten die Lawinengefahr zwar als „mäßig“ eingestuft (Stufe „2“ der fünfteiligen Skala), im Tagesverlauf steige jedoch die Auslösewahrscheinlichkeit und auch die Gefahr von spontanen Lawinen besonders im südexponierten Gelände an, hieß es auf der Website des Warndiensts.