Bericht: Widerstand gegen ADAC-Reformpläne

Gegen die Reformpläne des deutschen Autoclubs ADAC gibt es einem Medienbericht zufolge prominenten Widerstand. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstag-Ausgabe) berichtet, will der frühere ADAC-Präsident und jetzige Vorsitzende des Regionalclubs Nordrhein, Peter Meyer, gegen die Pläne seines Nachfolgers August Markl mobil machen.

Meyer, der im Zuge der Affäre um die manipulierte Autowahl „Gelber Engel“ 2014 als ADAC-Chef zurücktrat, hat zu den Reformplänen ein Rechtsgutachten des ADAC Nordrhein eingeholt, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Auf dessen Grundlage lehnt Meyer dem Bericht zufolge die geplante Aufsplittung des ADAC in den Verein sowie eine Aktiengesellschaft und eine gemeinnützige Stiftung ab.

ADAC: Vereinsstatus in Gefahr

ADAC-Sprecher Christian Garrels sagte gestern, man werde sich zu internen Dokumenten nicht öffentlich äußern. Der ADAC halte am beschlossenen Reformkurs und dessen zeitlicher Umsetzung fest. „Ein Scheitern des Reformprogramms könnte eine Aberkennung des Vereinsstatus für den ADAC nach sich ziehen“, so Garrels weiter.

Es sei oberstes Ziel der angestrebten Reform, eben diesen Vereinsstatus des ADAC langfristig zu erhalten. Bis zu Meyers Vorstoß galt als sicher, dass die Reform wie von Markl geplant bei der Hauptversammlung am 7. Mai in Lübeck beschlossen wird.