Toter bei Anti-Terror-Einsatz in Brüssel

Der Anti-Terror-Einsatz in Brüssel hat auch gestern am späten Abend noch angehalten, wie am Abend bekanntgegeben wurde. Vier Beamte, darunter eine französische Polizistin, seien leicht verletzt worden, teilte der belgische Ministerpräsident Charles Michel mit. Einzelheiten nannte er nicht. Die Polizisten seien bei der Durchsuchung des Hauses mit schweren Waffen beschossen worden, hieß es vonseiten der Behörden.

Schwer bewaffnete Polizisten auf einer Straße in Brüssel

APA/AP/Geert Vanden Wijngaert

Nach Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft wurde einer der Bewaffneten getötet. Er habe ein Sturmgewehr in den Händen gehalten. Die Identität des Toten sei noch nicht geklärt, hieß es am Abend.

Unvermittelt Feuer auf Polizisten eröffnet

Belgische und französische Polizisten wollten den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge eine Wohnung im Süden Brüssels durchsuchen. Eine oder mehrere Personen hätten unvermittelt das Feuer auf die Polizisten eröffnet, als diese die Tür öffneten.

Etwa fünf Stunden später sei die Wohnung gestürmt worden. Dabei sei ein mit einer Kalaschnikow bewaffneter Mann getötet worden. Über das Schicksal weiterer Personen machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. Sie teilte lediglich mit, dass die Suche anhalte. Ob weitere Verdächtige flüchtig sind, war vorerst nicht klar.

Aus Regierungskreisen hieß es, die geplante Durchsuchung sei in Zusammenhang mit den Anschlägen vom November in Paris mit 130 Toten gestanden. Die Polizisten seien aber nicht davon ausgegangen, dabei wesentliche Beweise zu finden. Die Anwesenheit französischer Polizisten bei der Aktion habe sich eher zufällig ergeben.