Trump sagt TV-Debatte der Republikaner ab

Die für Montag geplante Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten der Republikaner ist laut Medienberichten abgeblasen worden. Hintergrund ist die Absage von Donald Trump, dem Favoriten auf die Nominierung bei den Republikanern.

„Genügend Debatten“

Die Republikaner hätten „genügend Debatten“ gehabt, begründete er seine Haltung in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News. Zudem sagten Vertreter des Austragungsortes in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah den lokalen Fernsehsendern Fox13 und KUTV zufolge, dass keine Veranstaltung mehr geplant ist.

Trumps Rivale John Kasich, der die jüngste Runde der US-Vorwahlen im Bundesstaat Ohio für sich entschied, sah ohne Trump keinen Sinn in einer Teilnahme. Trumps schärfster Widersacher, Ted Cruz, kritisierte den Rechtspopulisten auf Twitter für die Absage und bezeichnete ihn als #DuckingDonald. Cruz rief den umstrittenen Milliardär dazu auf, sich der Debatte doch noch zu stellen.

Mehrheit der Mexikaner gegen Trump

Trump trifft laut einer Umfrage bei einer Mehrheit der Mexikaner auf Ablehnung. 61 Prozent der Teilnehmer haben laut einer gestern veröffentlichen Umfrage des des Instituts GEA-ISA eine negative Meinung von dem Geschäftsmann.

Nur neun Prozent der Befragten äußerten sich positiv über Trump, 19 Prozent waren unentschieden. Fast zwei Drittel befürchten der Umfrage zufolge negative Folgen für ihr Land, falls der Milliardär tatsächlich zum US-Präsidenten gewählt werden sollte. Trump hatte im Wahlkampf mit rassistischen Angriffen auf Mexikaner für Aufregung gesorgt.

Rubio raus

Nach den jüngsten US-Vorwahlen findet sich die Führung der Republikaner in den Trümmern ihres einstigen Plans gegen die Kandidatur des Rechtspopulisten wieder. Der vormalige Favorit Marco Rubio gab in der Nacht auf gestern auf, nachdem er selbst seinen Heimatstaat Florida an Trump verloren hatte. Ideen für einen „Plan B“ wirken bereits einigermaßen verzweifelt.

Das konservative Establishment sieht das Szenario eines tief gespaltenen Wählerpools vor sich, dessen gemäßigter Teil auf Jahrzehnte hinaus zu den Demokraten abwandern könnte. Sogar der erzkonservative Ex-Vizepräsident Dick Cheney kann dafür als Kronzeuge herhalten.

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