Anti-Terror-Einsatz in Brüssel: Bezug zu Paris-Attentaten

Vor dem jüngsten Anti-Terror-Einsatz in Brüssel sind die Ermittler dem Vernehmen nach auf neue Verbindungen zu den Anschlägen von Paris im November gestoßen.

Wie heute aus Ermittlerkreisen verlautete, nahmen belgische und französische Polizisten die verdächtige Wohnung im Vorort Forest ins Visier, weil sie offenbar auf denselben Namen gemietet war wie ein Versteck der Pariser Attentäter im südbelgischen Charleroi. Laut Medienberichten ist der Mieter einer von zwei flüchtigen Brüdern.

Die belgische Polizei hatte am Dienstag im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris ein Haus in Forest durchsucht. Dabei geriet sie unter Beschuss. Vier Beamte wurden verletzt, ein Angreifer getötet. Neben der Leiche fand die Polizei eine Fahne der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sowie ein Handbuch über den Salafismus. Seither wird mit Hochdruck nach zwei Männern gefahndet, die ebenso wie der getötete Angreifer auf die Polizisten schossen. Laut Medienberichten handelt es sich um zwei Brüder.