Nordkorea schoss erneut Rakete ins Meer

Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben erneut eine ballistische Rakete ins Meer geschossen. Das Geschoß sei in Sukchon im Südwesten des international isolierten Landes abgefeuert worden, teilte Südkoreas Verteidigungsministerium heute (Ortszeit) mit. Rund 800 Kilometer entfernt sei die Rakete vor der Ostküste Nordkoreas ins Meer gestürzt.

Nordkorea hatte am 6. Jänner seinen vierten Atomwaffentest seit dem Jahr 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekanntgegeben. Seither folgten mehrere weitere. Sämtliche Aktionen verstießen gegen UNO-Resolutionen. Der UNO-Sicherheitsrat beschloss daraufhin Anfang März die bisher schärfsten Sanktionen gegen Pjöngjang.

USA verschärfen Gangart

Die USA verschärften nach den jüngsten Atomwaffendrohungen des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un die Gangart gegen die Regierung in Pjöngjang. Die Wirtschaft ist nun stärker im Visier: Das Weiße Haus erließ am Mittwoch (Ortszeit) Sanktionen für den nordkoreanischen Energie- und Finanzsektor sowie den maritimen Frachtverkehr.

Geschäfte mit Nordkorea sind künftig ganz verboten. Das Vermögen Nordkoreas in den USA wurde eingefroren. Am Vortag war ein US-Student zu 15 Jahren Arbeit in einem nordkoreanischen Lager verurteilt worden.

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