Putin besuchte Krim

Zum zweiten Jahrestag der international nicht anerkannten Annexion der Krim hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Schwarzmeer-Halbinsel besucht.

Putin informierte sich heute über Fortschritte beim Bau der ersten dauerhaften Brücke über die Meerenge von Kertsch. Das Milliardenprojekt soll die Krim mit dem russischen Festland verbinden.

Große Energieprobleme

„Wir hoffen, dass wir diese historische Mission erfüllen“, sagte Putin der Agentur Interfax zufolge. Die Energieprobleme der Halbinsel würden bis 2018 gelöst, sicherte
der Kreml-Chef den Bewohnern zu.

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Putin informierte sich über Baufortschritte der Brücke über die Meerenge von Kertsch. (iptv.ORF.at)

Die Krim bezieht weiterhin Strom, Gas und Wasser aus der Ukraine. Vergangenen Herbst hatten Krimtataren und rechtsgerichtete Ukrainer eine Stromleitung zerstört, was wochenlang zu Ausfällen der Elektrizität auf der Krim führte. Ein erstes Seekabel von Russland musste in aller Eile gezogen werden.

EU ruft zu Beteiligung an Sanktionen auf

Die EU rief unterdessen die anderen Staaten der internationalen Gemeinschaft auf, sich den Sanktionen gegen Russland anzuschließen. Die EU-Staats- und -Regierungschefs erklärten, sie hielten an ihrer Politik der Nichtanerkennung der Annexion der Krim fest.

Neben den EU-Staaten haben die USA, Japan, Kanada und Australien Sanktionen gegen Russland verhängt. Andere Staaten wie China und Brasilien haben sich dem nicht angeschlossen. Die EU hatte die Wirtschaftssanktionen im Juli 2014 beschlossen und im Dezember desselben Jahres verschärft.