Rumänien: Ponta weist Korruptionsvorwürfe zurück

In seiner ersten Anhörung vor Gericht hat Rumäniens früherer Regierungschef Victor Ponta die gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen. Der 43-Jährige sagte heute in der Hauptstadt Bukarest, er bekenne sich nicht zu den ihm zur Last gelegten Straftaten, wie die Nachrichtenagentur Agerpres berichtete. Zudem bat er, bei einer späteren Anhörung aussagen zu dürfen.

Nächster Prozesstermin ist der 5. April. Gegen Ponta liegen insgesamt 17 Anklagepunkte vor. Es geht unter anderem um Fälschungen, Steuerbetrug und Geldwäsche in seiner Zeit als Anwalt in den Jahren 2007 bis 2011. Laut der Staatsanwaltschaft flossen umgerechnet 55.000 Euro in Pontas Tasche.

Ponta war im November nach heftigen Protesten als Regierungschef zurückgetreten, fünf Tage nach einem verheerenden Diskothekenbrand in Bukarest mit 64 Todesopfern. Viele Rumänen sahen die grassierende Korruption im Land und Behördenversagen als mitverantwortlich für die Tragödie.