Nordkorea schießt erneut zwei Raketen ins Meer

Das international isolierte Nordkorea hat heute erneut zwei Raketen ins Meer geschossen. Nach US-Angaben handelte es sich vermutlich um Mittelstreckenraketen vom Typ Rodong. Der UNO-Sicherheitsrat wollte sich noch heute mit dem neuen Raketenabschuss befassen.

Hintergrund der jüngsten Eskalation ist offenbar das jährliche gemeinsame Militärmanöver Südkoreas mit den USA, das vor zwei Wochen begann. An der seit Anfang März laufenden, knapp zweimonatigen Übung beteiligen sich mit 300.000 südkoreanischen und 17.000 US-Soldaten dieses Mal so viele Soldaten wie noch nie.

Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums feuerte Nordkorea von Sukchon im Südwesten des Landes eine Rakete ab, die nach rund 800 Kilometern vor der nordkoreanischen Ostküste ins Meer stürzte. Etwa 20 Minuten später wurde nach US-Angaben eine zweite Rakete abgefeuert, die aber bald vom Radar verschwand. Die von den USA vermuteten Rodong-Raketen haben eine maximale Reichweite von 1.300 Kilometern.

Die neuen Raketentests riefen die Vereinten Nationen auf den Plan. Auf Initiative der USA werde der UNO-Sicherheitsrat zusammentreten, verlautete aus Diplomatenkreisen am Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York.