Joggen im Smog: Unmut in China über Facebook-Gründer

Ein Lauf von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg im dichten Smog am Tian’anmen-Platz in Peking sorgt für Wirbel. Bei „gefährlichen“ Luftwerten von mehr als 300 auf dem Schadstoffindex joggte der 31-Jährige und postete anschließend ein Bild davon auf seiner Facebook-Seite mit dem Kommentar: „Es ist großartig, zurück in Peking zu sein!“ Zu dem Zeitpunkt gestern herrschte Smog-Alarmstufe „Gelb“, die heute um einen vierten Tag verlängert wurde. Die gefährlichen Feinstaubwerte lagen um das Dreizehnfache über dem Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation.

Facebook CEO Mark Zuckerberg beim Joggen in Peking

AFP/Facebook

„Wie weit wird er gehen, damit ihm China einen Gefallen tut?“, fragte die Pekinger Szenezeitung „The Beijinger“ und verwies darauf, dass Zuckerberg seit Jahren vergeblich die chinesische Führung umwirbt, die Blockade von Facebook aufzuheben. „Geht er nicht ein bisschen zu weit?“, fragte auch die „Washington Post“. In den Sozialen Medien wunderten sich Nutzer, wie Zuckerberg die Sperre in China umgehen und das Bild auf Facebook posten konnte. „Welchen VPN-Tunnel benutzt er?“, lautete eine Frage.

Die „Große Firewall“ genannte Zensur hat jüngst die Störung von Tunnelverbindungen (Virtual Private Network - VPN) massiv verstärkt. Mit solchen Tunneln können Internetblockaden umgangen werden. China blockiert Soziale Netzwerke, selbst einfache Google-Suchen und viele Webseiten. Zuckerberg nimmt in Peking an einem Diskussionsforum teil.