13 Tote bei Unfall mit Bus von EU-Studenten in Spanien

Ein offenbar mit EU-Studenten besetzter Bus ist gestern bei Tarragona in Spanien verunglückt. 13 Menschen seien ums Leben gekommen, 30 schwer und 13 leicht verletzt worden. Das gab der katalanische Innenminister Jordi Jane an der Unglücksstelle bei der Ortschaft Freginals bekannt. Über die Nationalität der Studenten wurde zunächst nichts bekannt.

Unter den Fahrgästen des in Spanien verunglückten Reisebusses waren nach Angaben der katalanischen Rettungsdienste Studenten aus 19 verschiedenen Ländern, darunter zwei deutsche und sieben italienische Studentinnen. Österreicher waren „nach derzeitigem Wissensstand“ nicht von dem Unglück betroffen, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Thomas Schnöll, gegenüber der APA.

Verunfallter Bus

APA/AP

Der Bus war kurz vor Morgengrauen mit 57 Menschen an Bord auf einer Autobahn auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem anderen Fahrzeug zusammengeprallt und auf die Seite gestürzt. Alles deute darauf hin, dass menschliches Versagen des Fahrers die Ursache des Unglücks gewesen sei, sagte Jane. Im Bus waren Erasmus-Studenten, die einen Ausflug zur Eröffnung des Volksfestes „Las Fallas“ in Valencia unternommen hatten.

Steuer verrissen

Das Unglück ereignete sich auf der Rückfahrt nach Barcelona. Die Veranstalter der Exkursion hatten nach Informationen des katalanischen Fernsehens TV3 insgesamt fünf Busse gechartert. Der Unglücksbus sei als das letzte Fahrzeug in der Kolonne gefahren, hieß es. Der Bürgermeister des nahe gelegenen Dorfes Freginals, Josep Roncero, sagte dem Radiosender RAC1, an der Unglücksstelle hätten sich schön häufiger Unfälle ereignet.

Nach Informationen des Innenministers war der Bus an den rechten Rand der Autobahn geraten. Der Fahrer habe dann das Steuer herumgerissen. Daraufhin sei der Bus auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem Personenwagen kollidiert und auf der Seite liegen geblieben. Zwei Menschen in dem Auto seien verletzt worden. Der Fahrer des Busses überstand das Unglück leicht verletzt. Ein Test auf Alkohol und Drogen habe keinen Befund ergeben, teilte die Justiz in Barcelona mit.

Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont ordnete eine offizielle Trauer von zwei Tagen an.