Bewaffneter im US-Kapitol bei Festnahme angeschossen

Auf dem Gelände des Kapitols in Washington ist gestern ein Mann von der Polizei überwältigt und festgenommen worden, der zuvor eine Waffe gezogen hatte und auf einen Beamten zielte.

Die Sicherheitskräfte hätten daraufhin auf den Mann geschossen, sagte Polizeichef Matthew Verderosa. Der Verdächtige wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo er operiert wurde. Eine Frau, die in der Nähe stand, wurde durch Splitter verletzt.

Kein terroristischer Hintergrund

Der Mann sei der Polizei bereits bekannt gewesen, sagte Verderosa. Nähere Angaben wollte er nicht machen. Einen terroristischen Hintergrund schloss er indirekt aus: „Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass es mehr war als eine kriminelle Tat.“ Wegen des Vorfalls waren das Kapitol sowie das Weiße Haus kurzzeitig abgeriegelt worden.

Der Verdächtige hatte nach Angaben der Polizei versucht, durch die Sicherheitskontrolle zu gehen, als die Metalldetektoren anschlugen. Daraufhin habe er die Waffe gezogen, sagte Verderosa. Anfängliche Meldungen, wonach der Mann einen Polizisten angeschossen habe oder es einen Schusswechsel gegeben habe, stellten sich am Abend als falsch heraus.

Das US-Parlament befindet sich derzeit in der Osterpause. Allerdings wird das Kapitol in der Woche nach Ostern stark von Touristen und Schülergruppen frequentiert.