Streit um Inseln: Argentinien begrüßt UNO-Beschluss

Argentiniens Regierung hat die Anerkennung seiner neuen Außengrenze im Südatlantik durch ein Gremium der Vereinten Nationen (UNO) begrüßt. Die Kommission für die Grenzen des kontinentalen Festlandsockels (CLCS) hatte die von Buenos Aires beantragte Ausdehnung des argentinischen Seegebiets um rund 35 Prozent gebilligt.

Diese Entscheidung bekräftige die Souveränitätsrechte des südamerikanischen Landes über die Falklandinseln, einer „politisch, wirtschaftlich und strategisch wichtigen Zone“, teilte Außenministerin Susana Malcorra gestern (Ortszeit) in einer Videobotschaft mit.

London gibt sich gelassen

London spielte die Angelegenheit zunächst herunter. Man habe noch keine Einzelheiten des Berichts erhalten, sagte eine Sprecherin von Premier David Cameron. Sie betonte, dass das UNO-Gremium lediglich Empfehlungen gebe, die rechtlich nicht bindend seien.

Die rund 400 Kilometer vor Argentinien liegenden Falklandinseln gehören seit 1833 zu Großbritannien. Argentinien beansprucht die Malvinas-Inseln, wie sie in Südamerika genannt werden, für sich. 1982 führten die beiden Länder einen kurzen Krieg um die Inseln, bei dem rund 900 Menschen ums Leben kam. 2013 hatten sich die Bewohner der Inselgruppe mit überwältigender Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen.