„Wundersame Wählervermehrung“ in Waidhofen/Ybbs

Das Innenministerium muss, nachdem ein aufmerksamer ORF.at-User nach dem Studium der ORF.at-Wahlgrafiken eine Ungereimtheit bemerkt hat, eine weitere Panne in den Wahldatendetails zugeben: In der niederösterreichischen Gemeinde Waidhofen an der Ybbs zählte das Innenministerium eine offizielle Wahlbeteiligung von 146,93 Prozent.

Der Leiter der Wahlabteilung im Innenministerium, Robert Stein, sagte gegenüber ORF.at, es handle sich um einen bloßen „Eingabefehler“, der ohne Auswirkungen auf das Ergebnis bleibe. In der ZIB2 betonte Stein gestern außerdem, dass es sich nur um einen Fehler der elektronischen Datenübermittlung handle und man das korrekte Ergebnis ohnehin auf Papier habe.

Dennoch soll der Fehler bis zur nächsten Woche nun „eingefroren“ weiterhin so in den Datensätzen bleiben. Der Fehler solle auf der Sitzung der Wahlbehörde nächste Woche diskutiert und ordnungsgemäß berichtigt werden, so Stein. Es gebe zudem „keinen Anhaltspunkt, dass es weitere große Fehler gibt“.

Fehler aufgeklärt

Der Fehler habe inzwischen aufgeklärt werden können, hieß es in einer Aussendung des Innenministeriums in der Nacht auf heute. Die Bezirkswahlbehörde habe nicht 7.160 zur Briefwahl verwendete Wahlkarten, sondern lediglich 1.058 Wahlkarten in die Ergebnisermittlung einbezogen.