Alpe-Adria-Strecke ist Italiens bester Radweg

Der Alpe-Adria-Radweg, der die Stadt Salzburg mit Grado verbindet, ist zum besten Radweg Italiens gekürt worden. Die Strecke, die in Friaul 183 Kilometer lang von Coccau bis Grado verläuft, ist mit dem jährlich verliehenen „Italian Green Road Award“ ausgezeichnet worden, berichteten italienische Medien.

Friaul-Julisch Venetien will auf Radtourismus setzen

Der im Rahmen der grenzüberschreitenden Kooperation zwischen Friaul-Julisch Venetien und Kärnten entstandene Alpe-Adria-Radweg setzte sich gegen mehrere Konkurrenten durch, darunter die Strecke Brenner-Bozen sowie der Radweg Garda-See-Adria. Die Region Friaul-Julisch Venetien will künftig verstärkt auf grenzüberschreitenden Radtourismus setzen. Finanzierungen sind unter anderem für die Verbesserung der Beschilderung sowie die Förderung des Rädertransports in Zügen vorgesehen.

Der Alpe-Adria-Radweg führt von Salzburg durch das Salzachtal und das Gasteinertal bis nach Böckstein. Danach geht es quer durch Kärnten nach Spittal a. d. Drau, Villach und Arnoldstein an die österreichisch-italienische Grenze. Auf italienischem Boden führt der Radweg - teilweise auf aufgelassenen Bahnstrecken - über Tarvis, Gemona, Udine und Aquileia bis nach Grado an die Adria.

Radtourismus erwirtschaftet EU-weit 44 Mrd. Euro jährlich

Radtourismus in Europa erwirtschaftet nach Angaben des italienischen Radverbands FIAB 44 Milliarden Euro pro Jahr. Italiens Potenzial liegt bei fünf Milliarden Euro. Der Alpe-Adria-Radweg, der insgesamt 1,2 Millionen Euro kostet, wird zum Teil vom grenzüberschreitenden EU-Kooperationsprogramm Interreg IV finanziert.