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Schwere Vorwürfe an die USA

Syrien hat die USA beschuldigt, mit Absicht syrische Regierungstruppen bei Deir Essor bombardiert zu haben. „Die syrische Regierung macht die Vereinigten Staaten verantwortlich für diese Aggression, da die Fakten zeigen, dass es ein absichtlicher Angriff war und nicht ein Versehen, auch wenn die Vereinigten Staaten das Gegenteil behaupten“, sagte der syrische Außenminister Walid Muallem am Samstag vor der UNO-Vollversammlung in New York.

Bei den Luftangriffen von Kampfflugzeugen der US-geführten Militärallianz gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) waren vor einer Woche beim Flughafen der umkämpften ostsyrischen Stadt Deir Essor mehr als 90 syrische Soldaten getötet worden. Die Militärallianz gab später an, die Stellungen der Regierungstruppen versehentlich bombardiert zu haben. Eigentlich hätten sich die Angriffe gegen IS-Kämpfer gerichtet.

Präsidentenberaterin vermutet Kooperation mit IS

Die syrische Präsidentenberaterin Bussaina Schaaban hat bereits am vergangenen Sonntag der internationalen Koalition vorgeworfen, die syrische Armee bei Deir Essor „vorsätzlich“ bombardiert zu haben. „Wir denken, der Angriff war vorsätzlich, da nichts am Boden darauf hinweist, dass es ein Versehen oder ein Unfall war“, sagte die Beraterin von Machthaber Baschar al-Assad der Nachrichtenagentur AFP.

Schaaban warf den USA vor, gemäß einer geheimen Absprache mit der IS-Miliz gehandelt zu haben. „Alles war geplant. Der IS war auf dem Laufenden, und als er vorgerückt ist, hörten die Angriffe auf“, sagte Schaaban. Seit dem Beginn ihrer Intervention in Syrien würden die USA nicht gegen die Dschihadisten kämpfen, allein Russland täte das, sagte sie. Die USA wiederum beschuldigen Russland, vorwiegend moderate Rebellen ins Visier zu nehmen.

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