Privater Flüchtlingsversorger ORS verdoppelte Gewinn

Die Firma ORS Service GmbH, die für die Versorgung von Flüchtlingen zuständig ist, hat 2015 ihren Gewinn in Österreich mehr als verdoppelt. Laut Jahresabschluss, der heute auf der Website veröffentlicht wurde, konnte der Umsatz von 23,2 Mio. Euro auf 66,6 Mio. Euro verdreifacht werden. Der Gewinn hat sich von einer Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro mehr als verdoppelt.

Privatisierung geht auf Strasser zurück

Die österreichische Tochtergesellschaft der Schweizer Betreiberfirma ist laut eigenen Angaben für 32 Bundesbetreuungsstellen zuständig, darunter Traiskirchen und Thalham. Eigenen Angaben zufolge betreuen rund 800 Mitarbeiter täglich bis zu 3.000 Asylwerber.

Dass die Flüchtlingsbetreuung in Österreich von gewinnorientierten Privatunternehmen organisiert wird, geht auf die Zeit von Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) zurück.

Der Umsatz sei aufgrund der hohen Zunahme der Asylwerber in Österreich gestiegen, vermeldete ORS auf seiner Website laut einem Bericht des Magazins „News“. Die Umsatzrendite sei damit von 4,3 Prozent auf 3,8 Prozent gefallen. „Dies steht in Zusammenhang mit den zusätzlichen Kosten und dem Mehraufwand für das Betreuungspersonal, den Transportleistungen und überproportionalen Ausgaben für Sicherheitsdienstleistungen zur Einhaltung vor allem der Brandschutzbestimmungen“, so Wilhelm Brunner, operativer Leiter der ORS.