Turnschuhe müssen für Trumps Wahlsieg „büßen“

Ein US-Unternehmen hat sich nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten den Zorn seiner Kunden zugezogen - mit ungewöhnlichen Effekten: Turnschuhe müssen als Sündenböcke herhalten.

Das deutsche „Handelsblatt“ erklärte heute den Hintergrund. Der PR-Chef des Sportartikelhersteller New Balance Athletic Shoes (NBAS) mit Sitz in Boston (Massachusetts) hatte sich positiv über den Ausgang der Wahl geäußert: „Offen gesagt glauben wir, dass sich die Dinge unter dem designierten Präsidenten in die richtige Richtung entwickeln werden.“ Die Aussage tauchte laut der deutschen Zeitung dann im „Wall Street Journal“ auf.

Das reichte offenbar aus, um Kunden zu erzürnen. Im Sozialen Netzwerk Facebook braute sich der klassische Shitstorm zusammen. Poster warfen NBAS vor, einen Mann zu unterstützen, der das Arbeitsrecht mit Füßen trete. Ein Poster schrieb: „Ich habe ein nagelneues Paar (…) zu Hause. Es wandert heute Abend schnurstracks in den Mistkübel.“

„Ihr unterstützt Hassreden und fördert die weitere Spaltung unseres Landes“, echauffierte sich ein weiterer - ehemaliger - Kunde des Sportartikelherstellers. Auf Bildern und Videos war zu sehen, wie Sportschuhe der Marke in Mülltonnen, einmal sogar in einer Kloschüssel, liegen. Das Unternehmen rechtfertigte sich mit der Erklärung, man habe in Sachen Handelspolitik auch die Positionen von Trumps demokratischen Rivalen Hillary Clinton und Bernie Sanders öffentlich unterstützt.