Merkel: Gesellschaft muss sich für Integration öffnen

Für die Integration von Einwanderern ist es nach Ansicht der deutschen Kanzlerin Angela Merkel nötig, auch die gesellschaftlichen Strukturen stärker zu öffnen. Zur Teilhabe gehörten das Erlernen der deutschen Sprache und die Achtung des durch das Grundgesetz vorgegebenen Wertesystems ebenso wie „die Offenheit der Einwanderungsgesellschaft“.

Das sagte Merkel nach dem neunten Integrationsgipfel heute in Berlin. Als Beispiel nannte Merkel den Bundesfreiwilligendienst, wo es für Migrantenverbände zunächst sehr schwierig gewesen sei, in bestehende Strukturen hineinzukommen und bei der Flüchtlingshilfe mitzuarbeiten. Diese Probleme seien inzwischen behoben worden. Es sei aber auch nötig, Flüchtlinge gezielt anzusprechen. Dann gebe es auch viel Bereitschaft zum Mitmachen, sagte Merkel.

Es gelte, aus den Fehlern und Versäumnissen der Vergangenheit zu lernen, hatte sie zuvor auf dem Integrationsgipfel erklärt. Eine misslungene Integration könne Deutschland jahrzehntelang schwer beschäftigen. Das Spitzentreffen der Regierung mit Migrantenverbänden war diesmal dem Thema Teilhabe gewidmet.