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Konkurrenz ging leer aus

Sieben Wochen vor der Oscar-Verleihung hat die Musicalromanze „La La Land“ bei den Golden Globes sieben Preise abgeräumt - das ist neuer Rekord. Bei der Gala in Los Angeles bekam „La La Land“ Sonntagabend (Ortszeit) unter anderem den Preis für die beste Komödie, das beste Musical und die beste Regie.

Die beiden Hauptdarsteller Ryan Gosling und Emma Stone wurden als beste Hauptdarsteller in einer Komödie oder einem Musical ausgezeichnet. Die Vater-Tochter-Geschichte „Toni Erdmann“ der deutschen Regisseurin Maren Ade mit dem österreichischen Schauspieler Peter Simonischek in einer Hauptrolle ging indes in der Kategorie „Bester nicht englischsprachiger Film“ leer aus.

Filmhinweis

„La La Land“ startet am Freitag in den österreichischen Kinos.

„Toni Erdmann“ hatte im Dezember bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises in Breslau triumphiert und insgesamt fünf Preise abgeräumt, darunter für den besten Film und die beste Regie. Die Tragikomödie geht für Deutschland ins Rennen um eine Oscar-Nominierung.

Als Favorit ins Rennen gegangen

„La La Land“, eine Hommage an das goldene Zeitalter des Musicals von Regisseur Damien Chazelle, war bei der Gala mit sieben Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangen - und räumte letztlich alle sieben Preise ab. In der Kategorie „Bestes Musical/Komödie“ setzte sich „La La Land“ gegen „20th Century Women“, „Deadpool“, „Florence Foster Jenkins“ und „Sing Street“ durch.

Szene aus dem Film "La La Land"

Studiocanal

„La La Land“: Bonbonbunte Hommage an Musicalfilme

Chazelle wurde als bester Regisseur geehrt und setzte sich damit gegen Mel Gibson („Hacksaw Ridge“), Barry Jenkins („Moonlight“), Kenneth Lonergan („Manchester by the Sea“) und Tom Ford („Nocturnal Animals“) durch. Außerdem bekam er den Preis für das beste Drehbuch. Auch die Originalfilmmusik von „La La Land“ des US-Amerikaners Justin Hurwitz wurde prämiert. „La La Land“ erhielt außerdem den Preis für den besten Song.

„Bester nicht englischsprachiger Film“ an „Elle“

Gosling setzte sich in der Kategorie „Bester Schauspieler in einer Komödie oder einem Musical“ gegen Colin Farrell („The Lobster“), Hugh Grant („Florence Foster Jenkins“), Jonah Hill („War Dogs“) und Ryan Reynolds („Deadpool“) durch. Stone gewann gegen Annette Bening („20th Century Women“), Lily Collins („Rules Don’t Apply“), Hailee Steinfeld („The Edge of Seventeen“) und Meryl Streep („Florence Foster Jenkins“).

Isabelle Huppert und Paul Verhoeven

APA/AP/NBC/Paul Drinkwater

Die Altstars Huppert und Verhoeven triumphieren

In der Sparte „Bester nicht englischsprachiger Film“ siegte „Elle“ aus Frankreich unter anderem über „Toni Erdmann“. Der französische Leinwandstar Isabelle Huppert spielt in dem Vergewaltigungsdrama des niederländischen Regisseurs Paul Verhoeven die Hauptrolle. Sie wurde dafür mit dem Golden Globe als beste Schauspielerin in einem Drama ausgezeichnet. Die Französin spielt darin eine vergewaltigte Frau, die ihren Peiniger aufspürt.

Überraschungsauftritt von Brad Pitt

Casey Affleck nahm seinen ersten Golden Globe als bester Darsteller in einem Drama für seine Rolle in dem berührenden Familiendrama „Manchester by the Sea“ entgegen. Er spielt einen gebrochenen Mann, der nach dem Tod seines Bruders in seinem Heimatdorf von der Vergangenheit eingeholt wird. Der Film „Moonlight“ von Regisseur Barry Jenkins erhielt den Golden Globe für das beste Filmdrama.

Brad Pitt

APA/NBC/Paul Drinkwater

Brad Pitts erster großer Auftritt nach der Trennung von Angelina Jolie

Hollywood-Star Brad Pitt (53) überraschte mit seinem ersten großen Auftritt nach seiner Trennung von Angelina Jolie (41). Der US-Schauspieler stellte „Moonlight“ vor. Pitts Produktionsfirma hatte das Werk über einen jungen, schwulen Afroamerikaner koproduziert. Der Familienvater trug einen Smoking mit schwarzem Mascherl. Seit seiner Trennung im September zeigt sich Pitt selten öffentlich. Im November war er bei einem Fanevent erstmals wieder über den roten Teppich gegangen und nahm zusammen mit Julia Roberts an einer privaten Vorführung von „Moonlight“ teil.

Streep für Lebenswerk geehrt

Schauspielerin Meryl Streep hielt bei den Golden Globes eine engagierte Rede gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump. „Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle“, sagte Streep am Sonntag unter Tränen bei der Entgegennahme des Cecil-B.-DeMille-Preises für ihr Lebenswerk.

Auch Galamoderator Jimmy Fallon nahm in seinem Eröffnungsmonolog gleich mehrfach Trump aufs Korn. In Anspielung auf die vielen Weigerungen von Stars, bei Trumps Amtseinführung am 20. Jänner aufzutreten, sagte der Komiker, Florence Foster Jenkins aus dem gleichnamigen Film sei eine der schlechtesten Sängerinnen schlechthin gewesen. Und „selbst sie“ habe eine Teilnahme abgelehnt.

Wichtigster Filmpreis nach den Oscars

Die seit 1944 vergebenen Golden Globe Awards sind die wichtigsten Filmpreise nach den Oscars. Über die Gewinner entscheidet eine Gruppe von knapp 100 internationalen Journalisten, die seit Langem in Hollywood arbeiten. Die Verleihungszeremonie findet traditionell bei einem Galadinner statt. Bisher hielten „Einer flog über das Kuckucksnest“ und „Midnight Express“ den Globe-Rekord. Beide waren in den 1970er Jahren mit je sechs Trophäen geehrt worden.

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