Raubkunst: Dr. Oetker gibt Hans-Thoma-Gemälde zurück

Das deutsche Familienunternehmen Dr. Oetker gibt ein Raubkunstgemälde an die Erben der früheren jüdischen Besitzer zurück. Es handle sich um das 1954 vom ehemaligen Unternehmenschef und Kunstmäzen Rudolf-August Oetker auf einer Versteigerung erstandene Gemälde „Frühling im Gebirge/Kinderreigen“ von Hans Thoma (1839 - 1924), teilte die Dr. August Oetker KG gestern mit.

Das Bild ist eines von vier Kunstwerken der Oetker-Sammlung, die von einer Provenienzforscherin als mögliche NS-Raubkunst identifiziert worden waren. Auch bei den anderen drei Objekten werde es in nächster Zeit zu Rückgaben kommen, sagte der Sprecher des in Bielefeld sitzenden Nahrungsmittelkonzerns, Jörg Schillinger.

Die Aufarbeitung der Herkunft der Werke aus der Oetker-Sammlung war im Frühjahr 2015 in Auftrag gegeben worden.