Tillerson: Annexion der Krim war unrechtmäßig

Der künftige US-Außenminister Rex Tillerson hat die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland als unrechtmäßig bezeichnet. Russland habe sich damit Territorium angeeignet, auf das es kein Anrecht gehabt habe, sagte Tillerson gestern bei einer Anhörung im Senat. Er fügte hinzu, dass er selbst von der Annexion überrascht worden sei.

„Russland stellt Gefahr dar“

Tillerson sieht in den Handlungen der russischen Regierung eine Bedrohung. Russland stelle eine Gefahr dar, es sei aber nicht unberechenbar, was die Verfolgung seiner eigenen Interessen angehe, sagte Tillerson. Mit seinen jüngsten Aktivitäten habe Russland amerikanische Interessen missachtet, fügte er hinzu.

Tillerson grenzte sich damit von seinen früheren geschäftlichen Beziehungen zu Russland ab. Als Präsident des weltgrößten Erdölkonzerns ExxonMobil hatte er enge Verbindungen zur Regierung von Präsident Wladimir Putin unterhalten. Der 64 Jahre alte angehende Chefdiplomat hatte bisher kein politisches Amt inne.

Seine Anhörung wurde überschattet von Berichten über kompromittierendes Material, das Russland angeblich über den künftigen Präsidenten Donald Trump gesammelt haben soll.